Alfred Mittermeier - Zuckerschlecken PDF Drucken E-Mail

Alfred Mittermeier
Zuckerschlecken

Es gab mal eine Zeit, in der die Winter meist kalt, Männer selten warm und Kinder noch schlank waren. Es gab keine Doppelnamen, kaum Analphabeten, wenig Emanzen, eine Hand voll Arbeitsloser, viele positive Menschen und eine Mauer. Es war zwar nicht immer Morgens um Sieben, aber die Welt war in Ordnung!

Der Amerikaner war gut, der Russe böse, der Chinese daheim und der Taliban nicht existent. Die Luft war sauber, die Grünen Grün, die Sozis links, die Kabarettisten Sozis und die Wirtschaft ein Wunder.

Deutsch war noch nicht english, food noch nicht fast, wer sich an Kindern vergriff, der ging in den Knast. Es gab keinen Hip-Hop, man liebte Hop-Sing, der Kunde war König, Elvis der King.

Doch aus D-Mark wurd’ Euro, aus persönlich global, ein Bayer ist Papst, analog digital. Das Klima im Wandel, ein Kontinent ohne Brot,
der Kunde ist Bettler, Elvis ist tot. (frei nach Geschwister Grimm)

Und was lernen wir aus diesen geistreichen Zeilen? Gar nichts! Ausser dass Pressetexte für Kabarettprogramme schon mal bedeutend besser waren.


Nach der mehrfach ausgezeichneten Ochsentour begibt sich Alfred Mittermeier mit seinem zweiten Soloprogramm Zuckerschlecken nun ins politisch-satirische Fach. Das gibt Nahrung fürs Hirn und Futter fürs Zwerchfell gleichermassen.

Mit einer Geschwindigkeit, bei der ihm eigentlich das Mundwerk rauchen müsste, pfeffert er dabei eine Pointe nach der anderen ins Publikum.

Mittermeier balanciert zwischen Politik, Boulevard und Alltag auf einer bittersüssen Zündschnur bestehend aus Sprachwitz, Gags und Bonmots.

Weichgeklopft mit der Keule und fein seziert mit dem Messer kriegt Politik und Gesellschaft das, was sie sich über die Jahre hart erarbeitet haben. Eine verschärfte Rasur gegen den Strich, ohne Schaum, querbeet durch die Parteienlandschaft.

Wohl dem, der kein Mandat hat … ein Zuckerschlecken!

Ich habe die Ehre!

Sie wollen ein paar persönliche Dinge über mich wissen? Gerne! Trotzdem bitte ich um ihr Verständnis, wenn ich pikante Frivolitäten einfach so weglasse. Wir befinden uns ja hier im Weltweitweb, und es entzieht sich meiner Kenntnis, wer oder was da alles mitliest …

Mein Name ist Alfred Mittermeier. Und bevor Sie sich fragen: Nein, ich bin nicht verwandt, ich fahre nicht Ski! Also denken Sie bitte nicht weiter darüber nach!

Geboren bin ich zu einer Zeit, als Winter meist kalt, Männer selten warm und Jugendliche noch richtig cool waren. Es gab keine Doppelnamen, kaum Analphabeten, wenig Emanzen, einige Arbeitslose, viele positive Menschen und eine Mauer.
Kurz: Die Welt war in Ordnung!

Vom Sternzeichen her bin ich Waage. Den Aszendenten nenne ich nicht, da -wie bereits erwähnt- mir nicht bekannt ist, wer diese Zeilen goutiert. Sollte mein Aszendent für Sie von grosser Wichtigkeit sein, dann schreiben Sie mir ein Mail. Nennen Sie mir darin ihren Aszendenten und Sie kriegen umgehend den meinen. Um sicher zu sein, dass Sie mir nicht einen Falschen andrehen, hängen Sie dem Mail einen Scan ihrer Geburtsurkunde oder Personalausweis an. Sie sehen, ich bin Profi! Ein Nachverhandeln ist somit zwecklos!

Meine Körpergrösse hat sich mittlerweile auf stattliche 180 eingependelt. Was durchaus okay ist, wenn man bedenkt, dass weitaus “grössere” Kollegen gerade mal so die 160 schaffen, und das bei gleichem Gewicht!

Vom Charakter her bezeichnen mich Manche als “nett”, Manchinnen auch als “sehr nett”, in Ausnahmefällen sogar als “ausnahmslos nett”. Ich bin generell pünktlich, halte meine Termine ein: Täglich der Stuhlgang, wöchentlich die Fingernägel, monatlich die Zehennägel, jährlich der Bus- und Betttag. Der Friseur kann mittlerweile vernachlässigt werden.

Schulisch war ich sehr erfolgreich. Ich habe das Abitur gemacht, jedoch keine Kinder. Sollte der Kinderwunsch irgendwann in mir erwachen, werde ich mir den Traum vom eigenen Enkelkind selbst erfüllen. Falls Details diesbezüglich für Sie wiederum von Wichtigkeit sein sollten, dann gelten die gleichen Bedingungen wie beim Aszendenten!

Generell lebe ich nach dem Motto: Geld ist nicht alles im Leben! Es gibt Dinge, die mindestens genauso wichtig sind. Eine Villa beispielsweise, eine Yacht oder der leibeigene Hubschrauber. Natürlich jeweils mit der geeigneten Haushälterin, Kapitänin und Pilotin.

Mir selbst treu zu bleiben, darauf achte ich. Das ist für mich wesentlich! Die klare, elementare Selbsttreue! Achten auch Sie darauf: Bleiben Sie sich selbst treu! Sollten Sie dann noch Kraft haben, dann bleiben Sie auch ihrem Partner bzw. ihren Partnerinnen treu. Er/sie/es wird/werden es Ihnen zwar nicht danken, aber Sie haben weniger Stress.

Sollten Sie mit meinen persönlichen Worten nichts anfangen können, oder partout nicht in der Lage sein, diese zu verstehen, dann gehören Sie nicht meiner Zielgruppe an! Das ist an sich kein Problem. Im Gegenteil! Dann gehören Sie zu den Glücklichen, auf die bereits ganze Fernsehprogramme zugeschnitten sind. Versuchen Sie es einfach mal mit Stefan Raab, Big Brother oder dem Musikantenstadl.
Dort sind Sie besser aufgehoben.

Allen “verständnisvollen” Leser/innen hingegen sei hiermit zum Geburtstag gratuliert, ein gutes neues Jahr gewunschen, schöne Ferien, machen Sie es gut, seien Sie gesegnet, gebenedeit und überhaupt …

 

 

 
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